stumm

was, wenn ich mir schriebe statt dir? meine gedanken in mir sammeln und nicht länger mitteilen würde? wenn ich statt gemeinsam nun alleine zu denken versuchte? was, wenn meine sprache verstummte? was, wenn ich alles außen nach innen verkehrte? das schreiben zum lesen, das sprechen zum hören würden? ich nie wieder schriebe und nur noch […]

leerigkeit

eine stadt, zu viele leute,vorgestern, gestern, morgen, heute,müdigkeit und leere fließen ineinander,während ich ziellos durch die straßen mäander,nachrichten von x, nachrichten von ypsilon,man sagt mir dies, sagt mir das, kenn und weiß ich alles schon.man müsste irgendwas anderes machen,vielleicht mal ganz verrückte sachen,die den kopf vom boden auf neu befüllenund ihn nicht ständig mit alltäglichkeiten […]

blatt

es liegt so still die große stadt.und alle worte sind verhallt,auch junges leben wird dort alt,wo einst das wort gewohnet hat.  ein halbverfaultes, braunes blatttreibt auf den wellen weg vom strand.wo langsam sich löst hand von hand,des herbstes sonne strahlt noch matt. und sieh hin! es versinkt!wie es taumelnd ertrinkt,vom trüben wasser zersetzt! du kannst […]

verzaubert mich!

verzaubert mich, ihr dichter,lasst sie tanzen, eure wörter und sätze,vor meinen augen und in meinem kopf,zeigt mir verborgene orte und plätze,führt mich zu ihnen hin, ich folge.webt euren sprachstoff zu netzen,die gefangen mich nehmen und halten,ich will mich nicht widersetzen,wenn ihr halten mich könnt. verzaubert mich, ihr dichter,lasst sprache strömen und fließen,ich will in ihr treiben […]